Hans Peter Haselsteiner

Hans Peter Haselsteiner baute die Strabag zu einem maßgeblichen Spieler in der europäischen Baubranche auf über 40 Jahre lang hat er bei Österreichs größtem Baukonzern die Richtung vorgegeben.

Nach der Matura 1963, mit einer einjährigen "Ehrenrunde" aufgrund eines Latein-Fünfers, studierte Hans Peter Haselsteiner Handelswissenschaften an der Hochschule für Welthandel in Wien, wo er 1970 promovierte.

1972 nach der Praxis bei einem Wirtschafts- und Steuerprüfer trat er in das Bauunternehmen seines Schwiegervaters Isola & Lerchbaumer, später ILBAU AG ein. Aus diesem Unternehmen entstand durch Zukäufe und Fusionen der STRABAG-SE-Konzern. Ab 1974 war Haselsteiner Vorstandschef in der jeweiligen Konzernobergesellschaft. Am 14. Juni 2013 trat Haselsteiner von der Konzernspitze zurück; sein Nachfolger wurde sein Stellvertreter Thomas Birtel, zuvor Leiter der Strabag AG in Köln.

Ebenso ist er Miteigentümer und Aufsichtsratsmitglied der 2008 gegründeten RAIL Holding AG, die mit der WESTbahn einen Schienenpersonenverkehr in Konkurrenz zu den ÖBB betreibt.

Weniger bekannt ist Haselsteiners soziales Engagement. So ist er für den Ausbau von 16 Wohngemeinschaften mit 29 Wohnplätzen vom VinziRast-CortiHaus, einem Obdachlosenhaus in Wien, verantwortlich. Seine Privatstiftung finanzierte außerdem die Sozialzentren für ältere und notleidende Menschen von Pater Georg Sporschill in Moldawien. Durch eine substantielle Großspende wurde das Flüchtlingsprojekt von Ute Bock 2008 vor dem Konkurs gerettet.

Für die Unterstützung der Tiroler Festspiele in Erl erhielt Haselsteiner im Jahr 2012 das Ehrenzeichen des Landes Tirol.