Nadja Maleh und Andreas Vitásek sind auf den Hund gekommen

Zehntausende Euro, nur weil man jemanden damit beauftragt hat, mit dem eigenen Hund Gassi zu gehen? Nicht ganz - denn Agnes Husslein, die Direktorin des "Belvedere", hat Angestellte des Museums auch für viele andere private Aufgaben eingesetzt - geblieben sind jede Menge Kosten für die SteuerzahlerInnen.

In "Bist Du deppert!" zeigen Nadja Maleh und Andreas Vitásek, wie Steuern verschwendet werden, weil man seinen Hund von jemand anderem Gassi führen lässt. "SuperNowak" testet am Dienstag, den 29. November, welche Gadgets gegen kalte Füße und Hände helfen.

Die "Königin" des Belvedere
Die Direktorin des "Belvedere", Agnes Husslein, hat Angestellte des "Belvedere" für diverse private Aufgaben eingesetzt: Mitarbeiter haben in ihrer Privatwohnung das WLAN eingerichtet, Druckerpatronen ausgetauscht, den Abfluss gereinigt, ihr Auto zum Reifenwechsel in die Werkstatt gebracht, private Pelzmäntel aus der Reinigung geholt, ihren Hund Gassi geführt oder herumkutschiert.

Im Sommer hat Husslein in ihrer Villa am Wörthersee gearbeitet – die Reisespesen hat ebenfalls das Museum bezahlt, darunter Flüge zwischen Wien und Klagenfurt, sowie Fahrten mit dem Privatauto, das sie sich von Mitarbeitern nach Kärnten überstellen hat lassen. Verdient hat Agnes Husslein rund 260.000 Euro im Jahr - das entspricht etwa dem Gehalt des Bundeskanzlers.

Was bleibt nun an Kosten? 79.000 Euro für die notwendig gewordene Prüfung, plus 13.000 Euro Schaden im Zeitraum 2013 bis 2016, der aber von Husslein ersetzt wird. Offen sind außerdem noch die Kosten für die neuerliche Ausschreibung des Jobs. Für die SteurzahlerInnen heißt das - neben jeder Menge Kosten: Überlegen Sie zweimal, von wem Sie Ihren Hund Gassi führen lassen.

"Bist Du deppert! Steuerverschwendung und andere Frechheiten"
Dienstag, 29.11.2016
20:15 PULS 4
auch in HD und online