Vor einem Jahr wurde er noch hoch gelobt, jeder traute ihm fast schon Unmenschliches zu. Yes we can: geht um die ganze Welt. Nach einem Jahr zieht man jetzt Bilanz.
Abgerackert sieht er aus der Barack Obama. Vor einem Jahr , energiegeladen, jung dynamisch.
Er hat eine Nachricht für die Welt: „Jes we can“ ja wir können.
Jetzt, ein Jahr später, der Enthusiasmus ist verflogen. Obama ergraut, nüchtern, um 10 Jahre gealtert. Der Präsidentenalltag hat ihn eingeholt:
Fast wirkt es so, als ob Barack Obamas Magie nicht mehr wirkt. Ein Jahr ist er jetzt im Amt.
Fast hat man Mitleid mit ihm. Sieht so wirklich der mächtigste Mann der Welt aus?
200 Interviews hat Barack Obama dieses Jahr gegeben. 160 Grundsatzreden kamen noch hinzu. Von einem Termin zum anderen. Im Kampf gegen die Finanzkrise:
Vor einem Jahr hat Barack Obama ein schweres Amt angetreten. Die US Wirtschaft stand kurz vor dem Kollaps, 700.000 Menschen verloren Monat für Monat ihren Job. Fast 40 Millionen Amerikaner ohne Krankenversicherung. Und das Land steht im endlosen Krieg, im Irak und Afghanistan sterben täglich amerikanische Soldaten.
Dann kommt er: Barack Obama. Ein Messias, ein Hoffnungsschimmer. Ihm vertrauen die Amerikaner, er soll alle aus der Krise führen:
Was hat Obama in diesem Jahr wirklich geleistet:
Klar Zaubern kann er nicht. Die Finanzkrise hält sein Land weiterhin in Griff. Immer noch sterben amerikanische Soldaten in den Krisengebieten.
Trotzdem:
Eine seiner ersten Anweisungen war ein generelles Folterverbot in CIA-Gefängnissen. Zusätzlich bemüht er sich um internationale Kontakte und Zusammenarbeit. Dafür bekommt er sogar einen Friedensnobelpreis.
Darüber hinaus will Obama eine grundlegende Gesundheitsreform durchsetzen:
Gesundheitsreform
Trotz Gesundheitsreform: Fakt ist, Obama ist mittlerweile ein einsamer Präsident. Seine Umfragewerte in den USA sind im Keller. Man hört ihm zwar noch zu, aber in den Gesichtern der Zuhörer glüht es nicht mehr.