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Die Fashionshow-Saison im Frühjahr geht zu Ende. Heute stehen die letzten Shows in Paris auf dem Plan. Hunderte Models sind dabei wieder über den Laufsteg gestöckelt - einige von ihnen mit Beinen, die eher an Stelzen erinnern, der Magerchic hat noch immer Konjunktur. trotz aller Warnungen und Ereignisse: 2006 ist das brasilianische Model Ana Carolina Reston mit 21 Jahren an den Folgen ihrer Magersucht gestorben, bei 1,74 wog sie nur noch 1,74.
Dass Models nicht immer mager und dürr sein müssen, haben manche Designer bewiesen, vor allem in Mailand.
Mailänder Modewoche: die Show von Elena Miro und ja, diese Models tragen nicht Größe 32 oder 34. Sondern alle Models wiegen über 75 Kilo. Kurven statt Knochen, das ist das Motto des italienischen Modehauses. 'Elena Miro' macht aber keine XXL-Mode, sondern will den Proportionen am Laufsteg wieder ein gesundes Maß geben.
Denn bei einigen Shows der aktuellen Fashionweek in New York, London oder Paris herrscht wieder große Dürre: dünne Ärmchen, spitze Schultern oder an Stelzen erinnernde Beine. Besonders Hervé Leger, Giorgio Armani oder Karl Lagerfeld stehen auf den ultradünnen Chic der Models - schließlich passen nur sie in die XXS-Größen, die sie schneidern. Für sie sind Lollipop-Körper mit dürrem Körper und überproportionalen Kopf DAS Schönheitsideal Mailand hat sich als einzige Modestadt gegen den Magerwahn gestellt und eine Laufstegsperre für untergewichtige Models eingeführt. Seit 2006 dürfen nur noch Models mit einem Mindest-BMI-Index von 18 auf den Catwalk, das sind bei einer Größe von 180cm ca. 58 Kilo. Die Models müssen zwar nicht auf die Waage, aber müssen ein ärztliches Attest vorweisen. Diese Regelung hat in der internationalen Modewelt für viel Aufregung gesorgt, Mode-Größen wie Diane Fürstenberg sehen aber diese Entwicklung sehr positiv. OT - Diane von Fürstenberg Gesunde Kurven statt mageren Models - auf dieses Konzept setzen auch immer mehr Mode-Zeitschriften. Model Lizzie Miller hat es im September mit diesem Foto in die Ausgabe des amerikanischen Glamour-Magazins geschafft. Die Reaktion in den USA war so grandios und positiv, dass das Magazin nachlegte und sieben Grazien mit Kleidergröße 42/44 in der Novemberausgabe druckte. Zwischen klapperdürr und Super-size gibt es also noch Platz für ein 'normales Maß'. Bis dieser Trend auch auf den Catwalks der großen Designer in allen Modemetropolen ankommt, wird es sicher noch dauern. Bis dahin bleiben die kurvigeren Fashionshows in Mailand eher die Ausnahme.
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