Was die Supernasen alles drauf haben müssen, haben wir uns beim Training in Weyer in OÖ angeschaut.
Verschüttet oder verschollen. Wenn ein Mensch vermisst wird und Hilfe braucht, sind sie im Einsatz: Die freiwilligen Helfer der Österreichischen Rettungsghundebrigade.
Das Rettungshundeteam ist ausgebildet, vermisste Personen auf einem schwer begehbaren Gelände zu suchen und Erstversorgung zu leisten. Damit die Hundeführer und ihre Supernasen auf vier Pfoten ihre Einsatzfähigkeiten nicht verlernen, wird regelmäßig trainiert – so wie hier in einem Wald in Weyer - in Oberösterreich. Es wird ein Ernstfall simuliert. Ein Spaziergänger hat sich verirrt und liegt hilflos im Schnee. Mischlingsrüde Spike schlägt sofort Alarm, und wird sogleich mit einer ausgiebigen Spielrunde belohnt.
Die häufigste Einsatzsituation ist die Vermisstensuche in großen Waldgebieten. Die ausgebildeten Rettungshunde können solch unbebaute und stark bewachsene Regionen geschickt mit ihren Nasen durchkämmen. Ihre Spürnasen sind unverzichtbare Ortungsmittel bei der Vermisstensuche.
Die österreichische Rettungshdbrigade in Oberösterreich zählt momentan 110 Mitglieder samt Vierbeinern. Die Ausbildung ist ehrenamtlich und zeitintensiv. Zwei Mal pro Woche ist Training. Im vergangenen Jahr wurde das Team von Weyer zu 20 Einsätzen gerufen.
Die Ausbildung zum Rettungshund dauert drei Jahre. Dabei steht auch die Trümmersuche auf dem Programm - ganz wichtig, beispielsweise, für die Suche nach Erdbebenopfern. Nun muß Schäferhund Argus mit seinem Herrchen Helmut eine verschüttete Person aufspüren. Trainingsort ist ein leer stehendes Schulgebäude. Alles soll so real wie möglich wirken. Argus sucht alle Zimmer ab. Immer der Nase nach. Beim Training darf sein Herrchen noch dabei sein. Im Ernstfall muß der Rüde ganz alleine ins Haus. Schließlich entdeckt Argus am Dachboden das „Opfer“ und schlägt, wie er es gelernt hat Alarm. Auch hier wird der Hund mit spielerischem Toben belohnt. Der Trainingstag war für das oberösterreichische Rettungshundeteam erfolgreich. Sie wissen, sie sind für den Ernstfall in jedem Fall gerüstet.