"Gebt das Hanf frei!" - Sollen wir legal kiffen dürfen?

Jeder Dritte hat es schon mal probiert, jeder Zwanzigste macht es regelmäßig und jeder zehnte Student gar jeden Tag - erlaubt ist der Konsum von Cannabis dennoch nicht in Österreich. Dagegen regt sich Widerstand: Eine Legalisierung würde das Kiffen sicherer machen, Dealern das Wasser abgraben und dem Staat Hunderte Millionen an Steuereinnahmen bringen, argumentiert etwa der Hohenemser Vize-Bürgermeister Bernhard Amann. Kritiker wie Werner Gruber warnen hingegen vor psychischen Schäden, die der Cannabis-Konsum auslösen könnte. Schwerkranke sehen vor allem den medizinischen Nutzen und plädieren dafür, es zumindest bei der Behandlung von Krankheiten wie Krebs, Multipler Sklerose oder chronischen Schmerzen freizugeben. Dazu spricht auch Thomas Knull, der an HIV, Hepatitis C und Leukämie leidet und laut Eigenaussage nur wegen seines Cannabis-Konsums noch am Leben ist. Würde unsere Gesellschaft von einer Legalisierung profitieren? Was sind die möglichen Risiken? Bei uns diskutieren Konsumenten, Gegner, Ärzte, Polizisten und Patienten über die Vor- und Nachteile.

Gäste:

  • Bernhard Amann, Vizebürgermeister von Hohenems, Obmann-Stellvertreter "Legalize! Österreich" und Obmann einer Drogenberatungsstelle
  • Gerhard Haslinger, Drogensprecher der FPÖ Wien, seit 1982 Polizeibeamter, Mitbegründer der "Einsatzgruppe Suchtmittel" der Polizei
  • Alexander Kristen, Unternehmer, größter Hanfbauer Österreichs (Umsatz: 4 Millionen)
  • Werner Gruber, Neurophysiker und Legalisierungs-Gegner
  • Gabriele Fischer, Leiterin der Drogenambulanz am AKH Wien, Suchtforscherin

Im Publikum:

  • Thomas Knull, leidet an HIV, Hepatitis C und Leukämie und therapiert sich selbst mit Cannabis
  • Kurt Blaas, Allgemeinmediziner, verschreibt seinen Patienten Cannabis-Produkte
  • Beatrix Kohlhauser, Mutter der mehrfachbehinderten Hannah

Moderation:
Corinna Milborn

PULS 4 News - Pro und Contra
Montag, 27.3.2017
22:35 PULS 4
auch in HD und online