CETA, das Freihandelsabkommen zwischen der EU und Kanada ist ausverhandelt. Doch europaweit regt sich massiver Widerstand. In Österreich plädiert sogar Bundeskanzler Christian Kern (SPÖ) für Nachbesserungen sonst könne ein Veto des Nationalrats drohen. Ein Großteil der Österreicher lehnt das Freihandelsabkommen ab. Dienen diese Freihandelsabkommen wirklich nur den Profitinteressen internationaler Großkonzerne oder profitieren die Volkswirtschaften nicht doch langfristig? Kann es sich ein überwiegend vom Export abhängiges Land wie Österreich überhaupt leisten auf diese Handelsmöglichkeiten zu verzichten? Und wie demokratiefeindlich ist das System der internationalen Schiedsgerichte wirklich? Steht nicht genereller Vertrauensverlust in die institutionalisierte Politik hinter dem anhaltenden Widerstand zivilgesellschaftlicher Kräfte? In „Pro&Contra“ treffen Therese Niss, Vorsitzende der „Jungen Industrie“ und die Neos-Abgeordnete Claudia Gamon auf die Unternehmerin und Anti-TTIP-Aktivistin Lisa Muhr sowie auf den EU-Parlamentarier Michel Reimon von den Grünen.