In Italien hat jemand einen Urlaub gewonnen: ein Österreicher. Der foahtowe nach Jesolo, freut sich riesig. Is amal a wunderbare Abwechslung ausWien nach Jesolo...Setzt sich an einen Tisch, freut sich schon, harrt der Dinge die da kommenwerden. Man erzählt sich ja gutes von Italien: gutes Essen, gute Weine, undso weiter. Dauert ned lang, kimmt a richtig rassiger Italiener, nimmt vis-a-visan seinem Tisch platz. Kaum haben die beiden miteinander Blickkontakt,erhebt sich der Italiener, verneigt sich: „Bon Appetito!“Steht der Wiener auf, sagt er: „Muntsenberger, Pepi.“Essen da natütlich ihre Spaghetti und so weiter. Am Abend: Abendessen.Selbes Schauspiel wieder, obligate Vorspeise: Cannelloni.Der Italiener steht wieder auf, sagt er: „Bon Appetito!“Der Wiener steht a wieder auf, sagt er: „Muntsenberger, Pepi.“Am nächsten Tag geht der Pepi spazieren. Man möcht’ es kaum für möglichhalten: er trifft einen Kollegen.Sagt er: „Heast Charly, was mochst denn du in Tschesolo?“„Na i bin Fernfoahrer, is a hoarter Beruf. Muass ma immer da owe foahn aufItalien, ned. I bin ja jede Wochn do.“„Heast, des Land is leiwand. I mecht jede Wochn do sein.“„Wieso“„Die Leit san so freindlich.“„Freindlicher als bei uns in Wien?“„Vü freindlicher! Mia ham an in der Pension, der stellt sich bei jedem Essenvua.“„Gibt’s ja ned!“„Jo! Der steht immer auf - Bon Appetito - i sag Muntsenberger, Pepi.“ „HeastPepi, bist ein Trottl. Bon Appetito ist italienisch, heißt guten Appetit!“ „Deswaß i ja ned. I woa ja no nie in Italien. Owa heit am Abend werd i ihm zagn,was i g’lernt hab.“Der rennt eini in die Pension, wartet schon ganz hart bis endlich der Italienerdie Stiege herunter kommt. Kaum haben die beiden miteinander Blickkontakt,erhebt sich der Wiener.Sagt er: „Bon Appetito!“Sagt der Italiener: „Muntsenberger, Pepi.“