Der Franzl zieht von der Großstadt aufs Land. Da gibt es nicht viel. Ein Gasthaus hat er sich als Stammlokal auserkoren. Er geht hinein und sagt zum Wirt: „Wirt, i hätt gern bitte zwoa Gläser Rot.“ Der Wirt denkt sich: „Bissl eigenartig. Der ist alloan da und will zwei Gläser Rot. Na gib ich’s ihm halt.“ So geht das Wochen und Wochen. Immer kommt der Franzl hinein und sagt: „Zwei Gläser Rot.“ Irgendwann denkt sich der Wirt: „Jetzt muss i scho amal frogn. Des is a bissl eigenartig.“ Und sagt: „Franzl, du kimmst jetzt scho so oft zu mir. Jetzt tat mich schon interessieren, du bisch alloan, wieso bstellst du immer zwei Gläser Rot? Bstell dir doch a Viertel. Ist viel billiger und praktischer a.“ „Na!“ Sagt der Franzl. „Es ist ganz wichtig, weil mein Freund der lebt in Australien und wir ham ausgmacht, immer wenn einer in ein Lokal geht, dann trinkt er für den anderen ein Glaserle mit.“ „Ah! Des is a schene Geste, das gfällt mir.“ Ein paar Wochen vergehen wieder. Irgendwann kommt der Franzl hinein und sagt: „Wirt, ein Glas Rot bitte!“ „Mah! Franzl, i trau i mi gar net zu fragen. Geht’s deinem Freind net gut? Isch wos passiert?“ „Na! Dem geht’s super! Aber i trink nichts mehr.“