Ein Mann geht in den Beichtstuhl, setzt sich hin und sagt: „Herr Pfarrer, i muss Ihnen was sogn, i hob meine Frau beinahe betrogen.“ Sagt der Pfarrer: „Was heißt’n beinahe meine Sohn? Das musst du jetzt schon mal erklären.“ Sagt der Mann: „Naja, beinahe heißt, wir haben uns lüstern aneinander gerieben und es ist beinahe zum Äußersten gekommen. Es war ganz knapp, aber wir haben dann noch abgebrochen.“ Sagt der Pfarrer: „Na, na, also Moment. Beinahe und lüstern aneinander gerieben. Aneinander reiben ist dasselbe wie reinstecken, also ganz sicher net! Des gilt als betrogen. Dafür stehen vierzig Ave Maria und drei Vater Unser. Des betest jetzt. Setz di hin do und bete.“ Er geht zur Bank und betet seine Ave Maria ab und seine Vater Unser. Er braucht drei Stunden, kann schon nicht mehr und denkt sich: „Boah, das hat sich ausgezahlt.“ Er betet vor sich hin, ist endlich fertig und geht zum Opferstock, sowie es ihm der Pfarrer geheißen hat. Er hat nämlich gesagt, er soll 100€ in den Opferstock reinschmeißen. Er geht zum Opferstock, widerwillig bleibt er bisschen stehen, schaut sich um und geht zum Ausgang. Der Pfarrer läuft ihm hinter her, schaut in den Opferstock und sagt: „He! Sie haben ja goar keine 100€ in den Opferstock reingetan!“ Sagt der Mann: „Jo! Aber ich hab ihn dran gerieben, das ist dasselbe wie eini stecken, hams gsogt.“