Palmöl ist schädlich für die Umwelt, das wissen die meisten. Trotzdem ist in sehr vielen Alltags-Produkten enthalten: Aufstriche, Kekse, Seifen, Margarine, Fertigsuppen, und so weiter. Es zu ersetzen ist oft schwierig. Denn von der Zusammensetzung her ist in vielen Fällen nur Kokosöl geeignet. Dieses wäre jedoch nicht unbedingt nachhaltiger, weil es bei der gleichen Anbaufläche viel weniger Ertrag bringt. Einige Lebensmittel- und Kosmetikmarken verwenden nachhaltig angebautes Palmöl. Sie werden vom Roundtable on Sustainable Palm Oil (RSPO) zertifiziert. Dieser steht jedoch unter der Kritik vieler NGOs. Die Richtlinien seien zu lasch. Nicht einmal ein Fünftel der weltweiten Produktion ist derzeit RSPO-zertifiziert. Außerdem ist der Preisunterschied groß: 1 Kilo konventionelles Palmöl kostet 60 Cent, die faire Variante 2 Euro. Vom allgemeinen Boykott von Palmöl raten trotzdem viele Umweltorganisationen ab. Laut Naturland ist das Problem nicht das Produkt selbst, sondern die Art des Anbaus. Nachhaltigen Anbau zu unterstützen, macht also Sinn. Laut WWF entziehe Verzicht außerdem Kleinbauern die Lebensgrundlage. Unser Tipp: Bewusst einkaufen und so oft es geht die Palmöl-freie oder RSPO-zertifizierte Variante kaufen!