18.12.201800:13:32

BÜCHERWURM: GREGOR SEBERG ÜBER BÜCHER OHNE EXISTENZ

Der Wiener Presse- und Informationsdienst (PID), auch Magistratsabteilung 53 genannt, kaufte in den Jahren 2015 und 2016 rund 480.000 Bücher und Broschüren von privaten Verlägen an, um diese an die WienerInnen zu verschenken. Kostenpunkt 3,7 Millionen Euro. Der Clou: Der Großteil der Ware wurde gar nicht erst an die MA53 geliefert, sondern von den Verlägen angeblich selbst an sogenannten „Hot Spots“ verteilt. Wie viele Exemplare jedoch exakt verteilt wurden, oder ob die Publikationen überhaupt gedruckt wurden, weiß man bei der Stadt nicht: Dafür fehlen schriftliche Belege, wie eine Prüfung des Stadtrechnungshofes zeigt.