05.06.201900:01:23

17-JÄHRIGES MISSBRAUCHSOPFER ERHIELT PASSIVE STERBEHILFE

Die 17-jährige Noa Pothoven kämpfte jahrelang mit psychischen Problemen. Vergangenen Sonntag verstarb sie zu Hause, in der niederländischen Stadt Arnheim. Zwar wurde Pothoven aktive Sterbehilfe verweigert. Die behandelnden Ärzte setzten aber keine lebensverlängernden Maßnahmen. Daraufhin verstarb die 17-jährige Niederländerin. Sie hatte vor Kurzem damit begonnen, keine Nahrung mehr zu sich zu nehmen. Auf ihrem Instagram-Account hatte sie zuvor angekündigt, bald zu sterben. Sie habe "lange überlegt, ob ich das teilen soll oder nicht, aber ich habe beschlossen, es trotzdem zu tun". Schrieb Pothoven auf dem sozialen Netzwerk. Sie begründete ihre Entscheidung damit, dass sie jahrelang gekämpft habe und nun "ausgelaugt" sei. Ihre Entscheidung sei nicht "impulsiv", betonte die Jugendliche. Vielmehr sei ihr Entschluss das Ergebnis von "vielen Gesprächen und Einschätzungen". Sie beschrieb ihren Zustand mit den folgenden Worten. "Ich überlebe, und nicht einmal das. Ich atme, aber ich lebe nicht mehr."