24.07.201900:01:20

DESHALB WILL AUSTRALIEN ZWEI MILLIONEN KATZEN TÖTEN

Im 18. Jahrhundert brachten europäische Siedler verschiedene Tiere nach Australien. Keine fügte den heimischen Arten so großen Schaden zu wie Katzen. Sie trugen bisher zum Aussterben von 27 Säugetierarten bei. Weitere 124 Spezies sind ihretwegen bedroht. Neben den verwilderten Katzen, deren Zahl auf zwischen zwei und 6,3 Millionen geschätzt wird, gibt es in Australien etwa 3,9 Millionen Hauskatzen. 2015 erklärte die Regierung wilde Katzen zu einer Plage. Bis 2020 sollen zwei Millionen wildlebende Katzen getötet werden. Das Ziel: mehr als 100 bereits dezimierte und nur in Australien vorkommende Arten vor dem Aussterben zu retten. Seitdem rücken Katzen Rangers in den Nationalparks mit Giftködern und Fallen zu Leibe. Jäger oder Farmer greifen auf ihrem eigenen Land zu Gewehren. Katzen schaden der australischen Fauna nicht nur als Raubtiere. Als Wirtstiere für Parasiten verbreiten sie auch Krankheiten wie Toxoplasmose. Sie selbst haben kaum natürliche Feinde – lediglich Dingos, Füchse und Keilschwanzadler.