19.08.201900:01:28

SO KÖNNTE EINE 9-STUNDEN-ARBEITSWOCHE DAS KLIMA RETTEN

Eine neue Studie setzt das Klima in Zusammenhang mit der Arbeitszeit und kommt zum Ergebnis: Für das Klima wäre es gut, weniger zu arbeiten. Der Wissenschaftler Philipp Frey errechnet eine klimafreundliche 9-Stunden-Arbeitswoche. Die sogenannte Kohlenstoffintensität eines Landes verriet ihm, wie viel Treibhausgasemissionen pro Wirtschaftsleistung anfallen. Anhand dieser Zahl sieht man, wie viele Emissionen in einer Stunde Arbeit enthalten sind. Verglichen mit dem Kohlenstoffbudget, das ein Land für wirksamen Klimaschutz einhalten müsste, ist die Arbeitsleistung zu hoch. Statt der üblichen 40-Stunden-Woche wäre eine neunstündige Arbeitswoche nachhaltig. Länder mit kürzeren Arbeitswochen haben unabhängig von anderen Faktoren schon heute einen kleineren ökologischen Fußabdruck. Auch simple Büroarbeit ist durchaus klimaschädlich. Durch das Kühlen und Heizen von Gebäuden und durch die Verwendung technischer Arbeitsgeräte entstehen Emissionen. Außerdem pendeln viele Menschen täglich mit dem Auto zur Arbeit und unternehmen Geschäftsreisen. Die Rechnung geht aber nur auf, wenn Menschen, anstatt zu arbeiten, nicht erst recht klimaschädlich agieren und etwa in den Urlaub fliegen.