Sexroboter werden immer beliebter und die Technologie dahinter immer ausgefeilter. Oft sind sie mit künstlichen Intelligenzen ausgestattet, die die Maschinen menschenähnlicher werden lassen. Sexpuppe Samantha wurde nun mit einem „Moralkodex“ ausgestattet. Dieser erlaubt ihr, unerwünschte Berührungen oder respektlose Behandlung "abzulehnen" und sich auszuschalten. Der technologisch hoch entwickelte Roboter wird dann zur gewöhnlichen Sexpuppe ohne Reaktion oder Interaktion. Erfinder Sergi Santos will damit einen Schritt hin zu mehr Empathie in der Branche machen und sogar auf die #MeToo-Bewegung eingehen. Dabei stößt er aber auf harte Kritik. Der größte Kritikpunkt: Ist Samantha ausgeschaltet, können sich ihre Besitzer ihr noch immer aufzwingen – sie bekommen nur keine Reaktion. Der Moralkodex könnte das Ausleben gewalttätiger Fantasien also sogar begünstigen. Abgesehen davon ist Samantha immer noch nach einem fragwürdigen, standardisierten Frauenbild modelliert.