13.06.201900:01:11

URTEIL: SCHREDDERN MÄNNLICHER KÜKEN WEITERHIN ERLAUBT

Zwei Brütereien in Nordrhein-Westfalen klagten bereits 2013 gegen das Kükentöten. Jährlich werden in Deutschland rund 45 Millionen männlicher Küken nach dem Schlüpfen getötet. Sie werden in Massen vergast oder zerschreddert. Landwirtschaftsministerin Klöckner sprach sich zwar gegen das massenhafte Töten aus und bezeichnete es als „ethisch nicht vertretbar“. Das Ministerium fördere mit mehr als 8 Millionen Euro Techniken zur vorzeitigen Geschlechtsbestimmung, die das Kükentöten überflüssig machen sollen. Trotzdem erklärt das Bundesverwaltungsgericht das Massentöten von Küken bis zur Einführung alternativer Verfahren weiterhin für rechtmäßig. Für die Produktion von Eiern werden Legehennen gezüchtet. Diese sind darauf getrimmt, kaum Fleisch anzulegen und in kurzer Zeit viele Eier zu legen. Männliche Tiere sind überflüssig und werden nach dem Schlüpfen beseitigt, was von Tierschützern heftig kritisiert wird.