28.11.201900:01:11

„ZU SCHWUL“?: UNGARN BEIM SONG CONTEST NICHT MEHR DABEI

Ungarn wird beim Song Contest 2020 nicht mehr dabei sein. Internationale Medien spekulieren, dass eine homosexuellen-feindliche Linie der Regierung und der Medien schuld daran ist. Die schwulenfeindliche Rhetorik in Ungarn habe sich zuletzt verschärft. Ein regierungsnaher TV-Sender habe den Song Contest eine „homosexuelle Armada“ genannt, so die „Daily Mail“. Der Bewerb sei „zu schwul“ und gefährde die mentale Gesundheit. Auch ESC-Siegerin Conchita Wurst wurde vermutlich in einem Seitenhieb auf „schreiende Transvestiten und bärtige Frauen“ bedacht. Der Premier Viktor Orbán startet zuletzt ein „Familie zuerst“ Programm als Unterstützung traditioneller Familien. Er bezeichnete die Spekulation um den Ausstiegsgrund als „fake news“. Einen anderen Grund gab er jedoch nicht an. Die Veranstalter des ESC merkten an, dass Teilnahmepausen generell nicht ungewöhnlich sind.