Hirnforscher Gerald Hüther im Verhör bei Roland Düringer

Der deutsche Hirnforscher und Autor ist Ende der 70er Jahre aus der DDR geflohen. Heute - so sagt er es selbst - lässt er sich nicht mehr so leicht von jemandem einsperren.

Diesmal zu Gast in Roland Düringers "Gültige Stimme": der deutsche Hirnforscher Gerald Hüther. Was ist ein gutes Leben? Was läuft falsch? Was braucht es? Wer ist eine gültige Stimme?

Für Hüther liegt die Antwort auf die Frage nach einem guten Leben nicht in der Bequemlichkeit: "Ein gutes Leben ist nicht auf dem Sofa, wo es bequem ist. Ein gutes Leben ist auch nicht, wenn ich allen Reichtum und alles Geld dieser Welt habe oder alle Macht und jeden Einfluss dieser Welt. Ein gutes Leben ist dann, wenn ich immer wieder das Gefühl habe: Was auch immer kommen mag, ich krieg's hin."

Außerdem gibt der Hirnforscher auf Roland Düringers Nachfrage, ob er noch etwas loswerden will, einen besonderen Ratschlag für jeden von uns: *"Nur Menschen sind in der Lage, ein anderes Lebewesen und sogar andere Menschen zu Objekten zu machen. Das ist hirntechnisch nicht gut. Deshalb wünschte ich mir, dass sich immer mehr Menschen finden, die sagen: Ich möchte das nicht sein."

Laut Hüther gebe es immer wieder Situationen, in denen man zum Objekt gemacht wird - etwa in Gesprächen beim Vorgesetzten, bei der Elternversammlung oder beim Finanzamt. Der Hirnforscher gibt in der Sendung Tipps, wie man seinem Gegenüber in solchen Situationen am besten begegnen sollte, sodass am Ende beide etwas davon haben.

"Gültige Stimme"
Montag, 23.11.2015
23:45 PULS 4
Auch in HD und online