Title: Aufregung um die Fälle Peter Pilz und Toni Sailer: Geht #metoo zu weit?
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Im Rahmen der #metoo-Bewegung kommen immer mehr Fälle von sexuellen Übergriffen ans Tageslicht. Politiker, Sportler, Schauspieler – die Vorwürfe ziehen weite Kreise. So verzichtete Listengründer Peter Pilz nach Vorwürfen der sexuellen Belästigung auf sein Nationalratsmandat. Nach nur zwei Monaten steht er jedoch vor der Rückkehr in die Politik und das obwohl die Anschuldigungen immer noch ungeklärt im Raum stehen.

Der Skizirkus wird ebenso von seiner Vergangenheit eingeholt: Die verstorbene Skilegende Toni Sailer soll in den 1970ern in Polen eine junge Frau vergewaltigt haben und danach nur durch politische Intervention einer Festnahme entgangen sein. Kritiker sagen, dass es wenig Sinn macht, diesen Fall wieder aufzurollen, wo doch vermeintlicher Täter als auch Opfer nicht mehr leben.

Maria Stern von der Liste Pilz und Sigrid Maurer von den Grünen begrüßen die Debatte, die durch #metoo angestoßen wird. Für die PR-Managerin Alexandra Ötzlinger vermittelt #metoo hingegen ein antifeministisches Frauenbild. Sie behauptet, Frauen werden als hilflose Opfer dargestellt, Männer als böse Raubtiere.

Geht #metoo zu weit und werden Unschuldige an den Pranger gestellt? Oder werden Übergriffe immer noch trivialisiert? Und welche Konsequenzen sind jetzt in der Prävention oder im Strafrecht zu ziehen?

Gäste:

Expertin im Publikum:
Alexandra Herzog - Juristin und Sozialarbeiterin, seit 20 Jahren in der Wiener Interventionsstelle gegen Gewalt in der Familie beschäftigt

Moderation:
Thomas Mohr

PRO & CONTRA - DER PULS 4 NEWS-TALK
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