Gesichtsverhüllungs- verbot: Sinnvoll oder Unsinn?

Seit Oktober ist das öffentliche Tragen von Niqab und Burka verboten. Der Vollzug des „Anti-Gesichtsverhüllungsgesetz“ betrifft aber auch Schalträger und Verkleidungen. Der Wiener Polizeipräsident Gerhard Pürstl ist dazu u.a. bei „Pro und Contra“ zu Gast – mit Thomas Mohr.

Schlagträger, Clowns und Maskottchen - die ersten Anzeigen nach dem Verschleierungsverbot sorgten für Empörung. Ursprünglich als Burka- und Niqabverbot geplant, betrifft das „Anti-Gesichtsverhüllungsgesetz“ nun auch jene, die sich den Schal zu tief ins Gesicht gezogen haben. Der Wiener Polizeipräsident Gerhard Pürstl hält die Aufregung für übertrieben: „Unsere Beamtinnen und Beamten können zwischen Erlaubtem und Verbotenen sehr gut unterscheiden.“ Beate Meinl-Reisinger von den NEOS sieht das Gesetz skeptischer: In einer Anfrage an Innenminister Sobotka will die Partei wissen, ob es seinen Zweck erfüllt oder bloße Schikane ist.
Der früheren Femen Aktivistin und Autorin („Die verschleierte Gefahr“) Zana Ramadani geht das Gesetz nicht weit genug: Sie sieht bereits im Kopftuch „das Leichentuch der freien Gesellschaft. Die Forscherin und Aktivistin Dudu Kücülgöl lehnt Gesichtsschleier ab, ist aber gegen ein Burkaverbot.

Moderation: Thomas Mohr

Gäste u.a:

  • Beate Meinl-Reisinger – NEOS Chefin Wien
  • Gerhard Pürstl – Polizeipräsident Wien
  • Zana Ramadani – Ex-Femen Deutschland Gründerin, Feministin und Autorin
  • Dudu Kücükgöl - ehem. MJÖ-Vorstand, forscht zur Darstellung muslimischer Frauen im medialen und politischen Diskurs
  • Susanne Raab -Sektionschefin, Sektion Integration