Obergrenze als Signal für Europa – Ist die Willkommenskultur zu Ende?

Österreich sorgt für Aufregung in Europa: Nicht mehr als 37.500 Flüchtlinge dürfen dieses Jahr zu uns kommen. Viele Fragen bleiben offen.

Eine Obergrenze - oder Richtwert - soll die Zahl der Flüchtlinge eindämmen. 127.500 Menschen "dürfen" in den nächsten vier Jahren nach Österreich flüchten. Zum Vergleich: 2015 allein waren es 90.000. In der aktuellen Diskussion, in der sich ÖVP und SPÖ auch nach dem Beschluss nicht ganz einig sind, unterstützt SPÖ-Landesrat Norbert Darabos die Sichtweise von Landeshauptmann Hans Niessl, der an der Obergrenzen-Regelung federführend beteiligt war. Europas Linke wie die grüne EU-Abgeordnete Ska Keller schreien auf und nennen die Regelung rechtswidrig.
Der Beschluss wirft tatsächlich Fragen auf: Was, wenn mehr Flüchtlinge als geplant zu uns kommen - kommt es dann zum Einsatz von Tränengas und Schlagstöcken? Muss die vielzitierte Willkommenskultur jetzt endgültig einer Festung Europa weichen? Und wie kann Integration letztlich funktionieren?

Gäste:

  • Norbert Darabos, Landesrat im Burgenland, ehem. Verteidigungsminister SPÖ
  • Susanne Knasmüller, Abteilungsleiterin Integrationskoordination im Außenministerium
  • Ska Keller, deutsche EU-Abgeordnete, Die Grünen
  • Julia Herr, Vorsitzende der Sozialistischen Jugend

Moderation: Corinna Milborn

PULS 4 News - Pro und Contra
Montag, 25.1.2016
22:35 PULS 4
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