Oh mein Gott! – Wie lassen sich Glaube und Sexualität vereinbaren?

In der dritten Ausgabe der "Pro und Contra Spezial"-Sommerserie steht das Spannungsfeld zwischen Religion und Sexualität im Zentrum. Lassen sich Sexualität und Glaube im Christentum und im Islam noch verbinden? Welche Probleme können sich daraus ergeben? "Pro und Contra" mit PULS 4 NEWS Politik-Chefreporterin Manuela Raidl, am Mittwoch um 22:45 auf PULS 4.

 Die nächste Folge der „Pro und Contra“-Sommerserie befasst sich mit dem Spannungsfeld zwischen Religion und Sexualität: Die Imamin Seyran Ates setzt sich als Anwältin über die rigiden islamischen Sexual- und Ehenormen hinweg und muss seit einem Mordanschlag von Personenschützern bewacht werden. Ein weiterer Fall, in dem überlieferte Regeln und Traditionen der aufgeklärten Gesellschaft entgegenstehen, betrifft den katholischen Priester und nunmehrigen Sex-Therapeuten Johannes Wahala: Bischof Schönborn entzieht ihm die Leitung seiner Pfarren, weil er sich öffentlich für die Gleichstellung Homosexueller einsetzt. Gerhard Höberth hingegen hat eine Frau, vier Kinder, lebt nicht zölibatär – und ist doch katholischer Pfarrer in Wien. 

Wie lassen sich heute Sexualität und Glaube im Christentum und im Islam noch verbinden – und welche Probleme können sich daraus ergeben? Welchen Einfluss haben religiöse Werte überhaupt noch auf unser Sex-Leben und welchen dürfen sie haben?

Gäste:

  • Seyran Ates, Imamin und Moscheengründerin, Autorin von u.a. "Der Islam braucht eine sexuelle Revolution":
    „Menschen haben ein Recht auf freie Sexualität und keine Institution hat ihnen hier etwas vorzuschreiben.“
  • Gerhard Höberth, Pfarrer, vom Protestantismus zum Katholizismus konvertiert:
    „Die Verpackung darf sich schon ändern, die Normen und Traditionen aber sollen die gleichen bleiben.“
  • Melisa Erkurt, Chefreporterin, Biber:
    „Die Sexualität der Frau wird in vielen Religionen als schmutzig empfunden."
  • Johannes Wahala, Psychotherapeut, katholischer Preister, studierter Theologe und Religionspädagoge:
    „Bezüglich Sexualität vertritt die Kirche eine Verbotsmoral, aber das ist nicht mehr haltbar – die sexuelle Liberalisierung in der Gesellschaft hat längst stattgefunden“
  • Hamideh Mohagheghi, islamische Theologin, ehem. Vorsitzende der Muslimischen Akademie Deutschland:
    „Die Sexualmoral im Islam ist insgesamt doch sehr stark so geblieben wie vor tausend Jahren.“

Moderation: PULS 4 NEWS Politik-Chefreporterin Manuela Raidl
Pro und Contra
Am Mittwoch, den 25. Juli um 22:45