Schulmedizin oder Alternativmedizin: Was hält gesund?

Globuli sollen aus Apotheken verbannt werden, Homöopathie wird als Wahlfach von der Uni Wien gestrichen: Rund um alternative Heilmethoden tobt ein Kampf um die Frage, wer heilen kann und wer heilen darf.

Für die Wiener Patientenanwältin Sigrid Pilz ist die Sache klar: Es gebe keinerlei Beweise, dass homöopathische Therapien wirken und darauf müssten Ärzte hinweisen. Außerdem sollen laut Pilz Globuli oder Bachblüten nicht mehr in Apotheken Seite an Seite mit medizinischen Produkten verkauft werden.

Für die Allgemeinmedizinerin und Psychiaterin Elisabeth Lazcano ist das nicht nachvollziehbar: Sie verschreibt ihren Patienten auch homöopathische Mittel. Laut ihr gebe es schon Studien, die die Wirksamkeit von Homöopathie beweisen würden. Sie wünscht sich noch mehr Forschung in diesem Bereich.

Sind homöopathische Mittel Betrug und ein reines Placebo, das ohne Glaube daran keine Wirksamkeit hat? Oder verstehen wir die Wirkweisen einfach noch nicht? Handelt es sich um reine Geschäftemacherei auf dem Rücken gutgläubiger Patienten – oder gilt der alte Spruch „Wer heilt hat Recht?“ Und ab wann wird das Vertrauen in alternative Heilmethoden zur Gefahr und braucht Verbote? 

Gäste:

  • Sigrid Pilz, Wiener Patientenanwältin
  • Birgit Frimmel, Physio- und Podotherapeuin, Osteopathin;
  • Wolfgang Maurer, Facharzt für Labordiagnostik und Homöopathie-Gegner
  • Elisabeth Lazcano, Psychiaterin, Allgemeinmedizinerin und Homöopathin

Moderation: Corinna Milborn