Skandal an der Staatsoper – Wie viel Qual darf sein?

An der Ballettakademie der Wiener Staatsoper sind Nachwuchstänzer über lange Zeit psychisch und physisch misshandelt worden. Bei Pro und Contra am Mittwoch um 22:50 diskutieren erstmals betroffene Schüler mit Star-Tänzerin Karina Sarkissova.

Sie tanzen beim Opernball und beim Neujahrskonzert: Die Kinder und Jugendlichen aus der Ballettakademie der Staatsoper. Recherchen der Wochenzeitung „Falter“ brachten nun teils brutale Trainingsmethoden und Übergriffe zutage. Zwei ehemalige SchülerInnen berichten nun bei "Pro und Contra" über neue Akte physischer und psychischer Gewalt.

"Im Grunde hätten wir diesen Laden sofort zusperren müssen", so ein Beamter der Kinder- und Jugendanwaltschaft nach dem Auffliegen des Skandals. Karina Sarkissova, als Ballerina früher auch an der Staatsoper tätig, hält die Aufregung hingegen für übertrieben: Schmerz müsse man als Baletttänzerin nun mal in Kauf nehmen. Sie diskutiert erstmals direkt mit betroffenen Ex-Schülern: Wie schmerzhaft darf und muss das Leben von BalletttänzerInnen sein? Wo liegt die Grenze zwischen hartem Training und purer Quälerei? Und wurde an der Staatsoper zu lange weggeschaut?

Gäste:

  • Florian Klenk, Chefredakteur „Falter“, Aufdecker des Skandals
  • Wendelin Viehweider, ehemaliger Schüler der Ballettakademie und Betroffener
  • Viola Gregoroni, ehemalige Schülerin der Ballettakademie und Betroffene
  • Karina Sarkissova, erste Solotänzerin der Budapester Oper, ehemals Wiener Staatsoper
  • Clemens Unterreiner, Bariton u.a. an der Wiener Staatsoper

Moderation: Corinna Milborn

Pro und Contra - Der PULS 4 News Talk
Mittwoch, 22:50 auf PULS 4