Sprengungen am Berggipfel: Wie weit darf der Tourismus gehen?

Zwischen Ötztal und Pitztal soll das größte zusammenhängende Gletscherskigebiet der Welt entstehen. Dafür muss eine Gratspitze abgetragen werden.

Die Pitztaler und die Ötztaler Gletscherbahnen planen seit Jahren den Zusammenschluss der beiden Skigebiete.

Erhofft wird dadurch wirtschaftlicher Aufschwung. Der Tourismus ist wirtschaftliche Grundlage des Pitztals – „die infrastrukturelle Weiterentwicklung der Gletscherbahn ist somit eng mit der Weiterentwicklung der ganzen Region verbunden“. Naturschutz und Tourismusinitiativen würden sich nicht ausschließen.

Ganz anders sieht das die „Allianz für die Seele der Alpen“, bestehend aus Alpenverein, Naturfreunden und WWF. Die Planungen für den Zusammenschluss seien sofort einzustellen, es drohe eine nachhaltige Beeinträchtigung des Naturhaushaltes auf dem bisher unberührten Gletscher – die Ausbaugrenzen seien schlicht erreicht.

Ist die Aufregung um die Sprengung berechtigte Sorge um ein Stück unberührte Natur – oder Angstmacherei und Falschinformation von Seiten der Naturschützer? Muss Tourismus und Umweltschutz ein Widerspruch sein? Und was braucht der Tourismus und die Wirtschaft um bestehen zu können?

Gäste:

  • Ernst Schöpf, Bürgermeister von Sölden im Ötztal
  • Hanna Simons, stv. Geschäftsführerin und Leiterin der Naturschutzabteilung, WWF
  • Gebi Mair, Klubobmann und Landtagsabgeordneter, Die Grünen Tirol
  • Stefan D. Haigner, Ökonom, Gesellschaft für Angewandte Wirtschaftsforschung (GAW), Autor der Studie zu den wirtschaftlichen Auswirkungen des Gletscherzusammenschlusses

 

Pro und Contra mit Corinna Milborn

Mittwoch, 6.11., LIVE um 21:00 auf PULS 24 und um 22:50 auf PULS 4