09.12.201900:02:00

12. FOLGE: WITZ 17 - PFARRERWITZ

An der Klagemauer steht ein Rabbiner um 6 Uhr Früh und betet. Und vis a vis ist ein schönes Hotel und da schaut ein Journalist hinaus und beobachtet den und denkt sich: Also diese Rabbiner sind schon sehr gläubig. Also sowas von überzeugt. Jetzt betet er schon eine Stunde. Gut der geht zu seinem Geschäftstermin, kommt um 12 Uhr wieder. Steht der Rabbiner schon wieder da. Betet wieder. Denkt sich: Na Wahnsinn. Der ist aber schon, richtig. Also sowas nettes, des hab ich überhaupt noch nie erlebt. Sehr überzeugt, sehr überzeugt. Der geht zum Nachmittagstermin, geht zu Kaffee und Kuchen, geht hinauf. Schaut auf die Klagemauer, der Rabbiner nicht da. Es wird 18 Uhr. Kommt er wieder. Betet wieder. Denkt sich: Des interessiert mich. So ein gläubiger Mensch. Den muss ich kennenlernen. Mit dem muss ich ein Interview machen. Der Journalist geht hinunter, nachher sagt er: „Entschuldigung, Herr Rebe, ich schau Ihnen jetzt schon zu seit früh morgens. Sie waren um 6 Uhr da. Sie waren um 12 Uhr da. Und jetzt um 18 Uhr sind Sie wieder da. Sie beten und beten.“ „Ja. Ja. Ich bete.“ Sagt er: „Ja, wofür beten Sie? Für wen beten Sie?“ „Ja ich bete, gegen Korruption um 6 Uhr. Ich bete um 12 Uhr, das endlich die großen Leiden dieser Menschheit, wie zum Beispiel Krebs, Aneurysma und der Gleichen, ein Ende haben. Und um 18 Uhr bete ich für den Weltfrieden.“ „Mah.“ hat er gesagt: „Das ist toll. Das ist toll. Und immer eine Stunde?“ „Ja. Immer eine Stunde.“ Sagt er: „Und wie fühlen Sie sich dabei?“ „Ja ich fühle mich als würde ich gegen eine Wand reden.“