05.11.201800:02:26

20. FOLGE: WITZ 09 - PROMILLEWITZ

Der Gerhart geht zum ersten Mal in eine Bar. Er schaut sich um, bestellt ein Bier. Sieht er ein Glas stehen mit lauter 50-Euro-Scheinen darin. Sagt er: „Ja, Wahnsinn! Da sind ja lauter fünfziger drinnen! Das muss ja ein Vermögen sein! Was hat es denn mit dem Glasl auf sich?“ Der Wirt: „Na, weißt: Ich hab da so ein Wettrennen. Einsatz fünfzig Euro. Drei Aufgaben zu bewältigen, und wer das schafft, bekommt das ganze Geld da drinnen. Aber es sind schwere Aufgaben, du siehst ja wie voll das Glasl ist.“ „Mhm, mhm. Na, sag mir die drei Aufgaben.“ „Na, nichts da. Zuerst zahlen!“ Es lässt ihm keine Ruhe, er haut den fünfziger hin und sagt: „So! Sag mir die drei Aufgaben!“ „Die erste: Schau, da hast einen zwei Liter Krug Tequila. Den musst du auf Ex trinken. Ohne dass du eine Miene verziehst, ohne absetzen. Dann gehst du hinaus in den Hof, da ist ein Pitpull angekettet. Dem gehört ein lockerer Zahn gezogen. Mit bloßen Händen, ohne Hilfsmittel. Die dritte Aufgabe: oben im ersten Stock wohnt eine achtzigjährige Oma. Die hat noch nie einen Orgasmus gehabt. Da wäre es notwendig, dass man ihr das Gluck beschert.“ „Na, bist du narrisch! Das schafft man ja nie!“ „SIehst eh warum das Glasl so voll ist!“ Es lässt ihm keine Ruhe, er trinkt ein Bier nach dem anderen. Er denkt sich: ‚Mah, das viele Geld! Und um den fünfziger ist es mir auch Leid!’ „Weißt was? Ich mach’s!“ Mit dem Alkoholkonsum steigt der Mut. Der Barkeeper gibt ihm den Krug, er setzt an und trinkt, trinkt, trinkt, schluckt, schluckt, schluckt. Die Tränen rinnen ihm hinunter, er hat eine knallrote Birn, aber er verzieht keine Miene. Tadellos trinkt er das aus. Er springt auf, die Bar feiert ihn und applaudiert. Er schwenkt hinaus. Dann hörst draußen bellen, kreischen, jaulen, Kampfgeräusche - auf einmal ist es still. Drinnen denken sie schon, der hat jetzt draufgezahlt mit dem Hund. Auf einmal geht die Tür auf, er kommt hinein, komplett zerfetzt und blutig. Die jubeln ihm zu und applaudieren. Sagt der Mann: „So! Das hätten wir a g’schafft! Und wo is jetzt die achtzig-jährige Oma mit dem lockeren Zahn?“