Frauenrechte oder Recht auf Leben: Was zählt mehr?

Schwangerschaftsabbruch wird in Europa wieder zum Thema. Sind Errungenschaften der Frauenrechtsbewegung in Gefahr und will die Gesellschaft eine Abweichung von der liberalen Gesellschaftspolitik?

In Polen ist der Versuch, Abtreibungen zu verbieten vorerst gescheitert. Am Donnerstag lehnte das polnische Parlament ein Gesetz zur Verschärfung des Abtreibungsverbots ab. Nicht nur in Polen, auch in anderen europäischen Ländern versuchen konservative Regierungen eine Abkehr von Errungenschaften liberaler Frauen- und Gesellschaftspolitik. Seit vierzig Jahren ist in Österreich die „Fristenlösung“ in Kraft. Doch Kirche, konservative Kreise und auch aktive Politiker der FPÖ wollen wieder weg von der „Mein-Bauch-gehört-mir“-Politik. Wir fragen: Sind längst erworbene Frauenrechte wirklich in Gefahr? Frauenrechte oder Recht auf Leben: Was zählt mehr? Und wohin soll und will sich die Gesellschaft entwickeln?

Darüber diskutieren Betroffene, die einerseits ihre Abtreibung bereuen, andererseits offen dazu stehen wie die Bestsellerautorin Zoe Jenny, mit der ehemaligen Frauenministerin Gabriele Heinisch-Hosek, der FPÖ-Abgeordneten Barbara Rosenkranz und der Vizepräsidentin des EU-Parlaments Ulrike Lunacek von den Grünen.

Gäste:

Gabriele Heinisch-Hosek, ehemalige Frauenministerin, Bundesvorsitzende SPÖ-Frauen, SPÖ-Nationalratsabgeordnete

Barbara Rosenkranz, Nationalrätin, ehem. Präsidentschaftskandidatin FPÖ

Ulrike Lunacek, Vizepräsidentin des EU Parlaments, Die Grünen

Petra Plonner, Stellv. Vorsitzende der Österreichischen Lebensbewegung, bereut ihre Abtreibung

Expertinnen im Auditorium:

Carina Eder, Sprecherin „Jugend für das Leben“

Zoe Jenny – Schriftstellerin, hat als junge Frau abgetrieben und fordert „Abtreibung auf Krankenschein“

Sonja Grusch, Initiatorin Plattform "Nicht mit mir", Bundessprecherin der Sozialistischen Linkspartei

Moderation:

Thomas Mohr

PULS 4 News - Pro und Contra
Montag, 10.10.2016
22:35 PULS 4 
auch in HD und online