Wutwähler und Hassposter - Sind Emotionen wichtiger als Fakten?

Donald Trump hat mit seinem Emotionen-Wahlkampf Hillary Clinton besiegt. Die hatte einen Großteil von Medien, Kultur und Politik auf ihrer Seite, am Ende verlor der Polit-Profi dennoch gegen den impulsiven Quereinsteiger.

Ein Erfolg, der ohne die sozialen Medien nicht denkbar gewesen wäre: "Es ist ein Abschied von den Rationalmedien und ein Übergang zu den Gefühlsmedien", schreibt etwa Netzaktivist Sascha Lobo zur Rolle des Internet bei diesen Wahlen. Nirgendwo treten Frust, Verbitterung und Hass so ungefiltert zu Tage wie in den Sozialen Netzwerken. Digital-Staatsekretärin Muna Duzdar will Facebook & Co. deshalb in die Pflicht nehmen. Ist das der richtige Weg - oder ist die Wut berechtigt, weil die Politik den Kontakt zu den Menschen verloren hat? Warum siegen Populisten und warum wenden sich Bürger von klassischen Medien hin zu Emotionsmedien wie Facebook? Und sind Medien wie Facebook und Twitter gar verantwortlich für Donald Trumps Sieg?

Am Podium u.a.:

Muna Duzdar, Staatssekretärin im Bundeskanzleramt, zuständig für Digitalisierung, Öffentlichen Dienst und Diversität, SPÖ
Sascha Lobo, Netz-Aktivist, Blogger und Autor
Andreas Mölzer, ehemaliger EU-Abgeordneter und Publizist, FPÖ

Moderation:
Thomas Mohr

PULS 4 News - Pro und Contra
Montag, 14.11.2016
22:35 PULS 4
auch in HD und online