Agnes entschließt sich in ein Schweigekloster zu gehen, läutet dort an und sitzt im Zimmer der Oberin, die sie fragt, ob sie weiß worauf sie sich einlässt, es ist absolutes Schweigen. Es wird der Tag kommen, da wird sie zu ihr in ihr Kammerl kommen und dann darf sie zwei Worte sagen. Agnes ist einverstanden und sitzt dort, geschlagene fünf Jahre hat sie nichts geredet, kommt die Oberin und sagt: „Agnes, heute ist dein Tag gekommen, du darfst zwei Worte sagen.“ Sagt Agnes: „Bett hart.“ Sagt die Oberin: „Gut, das nehme ich zu Kenntnis, ich werde mich drum kümmern, dass du ein weicheres Bett bekommst.“ Fünf Jahre vergehen, kommt die Oberin Agnes und sagt: „Heute ist wieder dein Tag gekommen, du darfst wieder zwei Worte sagen.“ Sagt Agnes: „Essen kalt.“ Sagt die Oberin: „Ich nehme das zur Kenntnis Agnes. Ich werde mich drum kümmern, dass dein Essen in Zukunft wärmer ist.“ Die Zeit vergeht, wieder fünf Jahre ziehen ins Land und die Oberin kommt wieder zu Agnes und sagt: „Agnes, heute ist wieder dein Tag gekommen, du darfst wieder zwei Worte sagen.“ Steht die Agnes auf und sagt: „Ich geh.“ Sagt die Oberin: „Soll ich dir was sagen, das ist mir sowieso lieber! Du hast seit du da bist, nur herum gezickt!“