Nach einer Geschwindigkeitsübertretung von 21 km/h bekam ein Wiener, wie in Österreich üblich, eine Anonymverfügung in Höhe von 56 Euro. Pflichtbewusst überwies er den Betrag - jedoch um einen Euro zu viel. Wegen des zu hohen Betrags leitete die Behörde ein Strafverfahren ein und verlangte 70 Euro statt den zuvor eingemahnten 56 Euro, da der Strafbetrag nicht bezahlt worden sein. Der Wiener legte Berufung ein - und scheiterte. Der Strafbetrag sei nicht gezahlt worden. Schließlich musste der Betroffene aufgrund von Gerichts- und Anwaltskosten sowie Bearbeitungsgebühren 1.000 Euro bezahlen - weil er einen Euro zu viel gezahlt hatte.