1700 netto und 35-Stunden-Woche: Mehr Geld für weniger Arbeit?

Im Arbeitsleben knallen die Positionen von Arbeitnehmern und Arbeitgeber immer stärker aufeinander – bis hin zum Streik. Im dieswöchigen "Pro und Contra" werden diese unterschiedlichen Positionen jedenfalls ausdiskutiert.

Arbeitszeitverkürzung, Mindestlohn und sechs Wochen Urlaub – eine schöne neue Arbeitswelt. Mit einer 35-Stunden-Woche 1.700 Euro netto verdienen wäre der Wunsch der Arbeitsnehmervertreter. Die Antwort der Arbeitgebervertreter ist indes stets: Wer soll das bezahlen?

Die Arbeitnehmer behaupten die Reichen zahlen zu wenig Steuern oder können es sich richten während der Mittelstand die ganze Last zu tragen hat.

NEOS-Sozialsprecher Gerald Loacker ist jedenfalls gegen eine Arbeitszeitverkürzung, diese würde „nicht mehr Arbeitsplätze bringen, sondern die Arbeitgeber vielmehr dazu verleiten, ihre Betriebe woanders anzusiedeln“. Den 12-Stunden-Tag kann sich ex-Sozialminister Alois Stöger nur unter einer Bedingung vorstellen: "Wenn wir von einer 36-Stunden-Woche bei vollem Lohnausgleich sprechen.“

Die Sendung eröffnen werden die beiden Verhandler für die Pflegekräfte, Stephanie Veigl (GPA-djp) und Walter Marschitz (Geschäftsführer der Sozialwirtschaft Österreich) die die schon bisher hart geführten Kollektivvertragsverhandlungen ohne Ergebnis vertagen mussten. Ein Kompromiss ist derzeit nicht in Sicht.

 

Pro und Contra

Mittwoch, 19. Februar 2020, um 21:00 auf PULS 24 und um 22:50 auf PULS 4

 

 

Gäste:

Julia Herr, stv Bundesparteivorsitzende SPÖ

Gerald Loacker, Sozialsprecher, Nationalratsabgeordneter, NEOS

Christoph Klein, Direktor Arbeiterkammer Wien

Thomas Salzer, Industriellenvereinigung Niederösterreich

  

Außerdem:

Stephanie Veigl, GPA-djp

Robert Oberndorfer, Geschäftsführer Caritas Socialis

   

Moderation:

Corinna Milborn