Aufregung um ÖSV-Skandal: Wurde bei sexuellen Übergriffen zu lange weggeschaut?

Aufregung um ÖSV-Skandal: #metoo hat auch den wohl einflussreichsten Sportverband Österreichs erreicht: Die Ex-Skirennläuferin Nicola Werdenigg erhebt schwere Vorwürfe gegen den ÖSV und ist am Montag zu Gast bei „Pro und Contra“ - mit Corinna Milborn.

Seitdem die ehemalige Topläuferin Nicola Werdenigg (geb. Spieß) von Vergewaltigungen, Demütigungen und sexuellen Übergriffen innerhalb des Österreichischen Skiverbands berichtet hat, ist der ÖSV im Krisenmodus. „Wer nicht mitspielen wollte, brachte seinen Startplatz in Gefahr“, sagt Werdenigg über ihre Zeit in den 70er Jahren. Und: „Alle haben von solchen Vorgängen gewusst.“ Auch 2005 habe es noch Vorfälle gegeben, so Werdenigg. ÖSV-Sportdirektor Hans Pum fordert die ehemalige Skirennläuferin auf, endlich Namen zu nennen.
Der Sport ist jedoch nur einer von vielen Bereichen, in denen durch die #metoo-Kampagne schwere Vorwürfe aufgetaucht sind: Auch in Kunst & Kultur, Politik, Wirtschaft und Medien gibt es schwere Vorwürfe - und Frauen, die jetzt den Mut finden, um sich zu Wort zu melden. Waren sexuelle Übergriffe jahrzehntelang an der Tagesordnung und alle haben weggeschaut? Wie geht man nun mit Tätern und Opfern um? Und wie kann man solche Übergriffe in Zukunft verhindern?
Moderation: Corinna Milborn

Gäste:

  • Nicola Werdenigg, ehem. Skirennläuferin
  • Michaela Dorfmeister, zweifache Olympia-Siegerin und zweifache Weltmeisterin 
  • Chris Karl - forensische Psychologin und Obfrau des Vereins „Kimi“ zur Prävention von sexuellem Missbrauch an Kindern
  • Maria Rauch-Kallat, ehem. Frauenministerin und Präsidentin des Österreichischen Paralympischen Committees
  • Rudolf Hundstorfer – Präsident der Bundes-Sportorganisation
  • Hans Pum – ÖSV-Sportdirektor