Russische Bomben auf Syrien: Ist Putin Friedensstifter oder Kriegstreiber?

Seit fünf Jahren tobt der Bürgerkrieg in Syrien, jetzt scheint Machthaber Assad die Oberhand zu gewinnen. Hauptgrund dafür sind die Bombardements Russlands.

Fast 500.000 Tote, 2 Millionen Verletzte, 4.5 Millionen Flüchtlinge: Die Bilanz des syrischen Bürgerkriegs ist so traurig wie erschreckend. Nun scheint es, als würden die Truppen von Machthaber Baschar al-Assad mehr Gebiete in ihre Kontrolle bekommen. Der Vormarsch auf Aleppo, der Zehntausende zur Flucht Richtung Türkei zwingt, wäre ohne die tatkräftige Unterstützung Wladimir Putins nie möglich gewesen. Die Luftschläge Russlands richten sich aber nicht nur gegen die Terrormiliz IS - wie es der Westen und die Türkei gerne sehen würden - sondern auch gegen alle anderen Oppositionsbündnisse. Der türkische Präsident Erdogan deutet sogar an, selbst in den Konflikt eingreifen zu wollen, jedoch auf der Gegenseite Russlands, was eine direkte Konfrontation zwischen Russland und einem NATO-Staat bedeuten würde. Russlands Premierminister Medwedew warnt deshalb gar vor einem 3. Weltkrieg.

Wie lässt sich das Dilemma in Syrien lösen? Welche Rolle können der Westen und die Türkei spielen? Und welche Pläne verfolgt Putin - sorgt er für Stabilität oder heizt er den Konflikt aus Eigeninteresse weiter an? 

Gäste:

  • Susanne Scholl , ehem. Russland-Korrespondentin und Autorin
  • Herbert Scheibner , ehem. Verteidigungsminister
  • Willy Wimmer , ehem. CDU-Staatssekretär im Verteidigungsministerium und Vizepräsident der Parlamentarischen Versammlung der OSZE
  • Brigadier Walter Feichtinger , Leiter des Instituts für Friedenssicherung und Konfliktmanagement
  • Hakan Gördü , stv. Vorsitzender der Union Europäisch-Türkischer Demokraten (UETD)

Moderation: Corinna Milborn

PULS 4 News - Pro und Contra
Montag, 15.02.2016
22:35 PULS 4
auch in HD und online